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Der Marken-Profi: Jan-Eric Syring von Unilever

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Wie baue ich eine Marke auf? Wie verknüpfe ich sie mit Werten und wie hauche ich ihr Leben ein? Der Hamburger Jan-Eric Syring hat auf all das eine Menge Antworten parat: Er arbeitet im Brand Management bei Unilever für die Marken Dove und Dove MEN+CARE und beschäftigt sich täglich mit modernem Brandbuilding. Bevor er bei Unilever seine Karriere im Rahmen eines Trainee Management Programms startete, studierte der gebürtige Hannoveraner Wirtschaftswissenschaften sowie International Business und machte während des Studiums Halt in Barcelona, Rotterdam und Korea. Über seinen spannenden Joballtag erzählt er uns im Unilever Headquarter in der Hamburger Hafencity!

Das Zwischenspiel Marke und Mensch reizt mich sehr.

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Jan-Eric arbeitet seit zwei Jahren bei Unilever in Hamburg.

homtastics: Du hast Wirtschaftswissenschaften im Bachelor und International Business im Master studiert. Hattest du vor oder während des Studiums schon ein berufliches Ziel?

Jan-Eric Syring: Nein, aber das Studium ist breit gefächert und ich habe während des Studiums in der Unternehmensberatung gearbeitet. So hat sich herauskristallisiert, dass ich gerne am Aufbau von Unternehmen und Marken arbeite. Deswegen habe ich mich im Zuge des Bachelors auf Marketing fokussiert. Im Master hatte ich dann einen interessanten Professor aus dem Markenmanagement, der mich sehr inspiriert hat. Da war mir klar: Ich muss in diese Richtung gehen, das ist meine Leidenschaft.

Was genau hat dich daran gereizt?

Einerseits berühren Marken jeden von uns. Jeder ist in Kontakt mit Marken, sei es durch Kommunikation in den Medien wie Fernsehwerbung oder auch im Geschäft. Mitzugestalten, wie eine Marke auftritt und aufgebaut wird, wie dann feste Werte geschaffen werden und auch die Marktanpassung, das finde ich sehr spannend. Das Zwischenspiel Marke und Mensch reizt mich sehr.

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Marken berühren jeden von uns!

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Du hast deinen Master in Barcelona gemacht. Warum gerade da?

Generell ist das deutsche Studiensystem sehr theoretisch aufgebaut, das fand ich teilweise ein bisschen langweilig. Die Management-School in Barcelona war deutlich praxisorientierter, die Professoren kamen alle aus der Industrie. Ich liebe es, im Ausland zu leben und andere Kulturen und Menschen kennenzulernen.

Hattet ihr während des Studiums Kontakt mit Leuten aus der Praxis?

Nein, gar nicht. Es gab einen Professor, der am Flughafen gearbeitet hat und einen Praxisbezug herstellen konnte. Die anderen hatten alle jahrzehntelang in der Theorie gearbeitet. Das gab mir wenig Motivation. In Barcelona dagegen kamen viele aus der Industrie, wir haben einen richtigen Einblick in die Praxis bekommen und konnten einfach mal fragen, wie der Arbeitsalltag aussieht.

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Und du warst in Südkorea! Wie war die Zeit für dich?

Ich hatte immer ein Interesse an Asien, vor allem an Japan, China und Korea. Unsere Uni hatte einen Partnervertrag mit einer Uni in Südkorea. Ich wollte etwas Verrücktes machen und bin hin. Ich kannte das Land nicht, konnte die Sprache nicht, aber es war genau das, was ich brauchte. Es war wie Freischwimmen. Die Kurse waren auf Englisch, auch die Professoren und Studenten sprachen alle Englisch. Aber das Leben drumherum war schwierig. Nach ein paar Monaten Sprachkurs konnte ich die Basics, also Essen bestellen, zum Beispiel.

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Findest du es generell wichtig, Auslandserfahrung zu haben? Hat es dir geholfen?

Definitiv! Ich hätte mich auf keinem anderen Wege schneller entwickelt als im Ausland. Du lernst andere Leute kennen. Hier lernst du am Anfang deine Kommilitonen kennen, mit denen du meistens das ganze Studium zusammenhängst. Das ist relativ eingefahren. Im Ausland musst du einen neuen Freundeskreis mit Leuten aus den unterschiedlichsten Kulturen aufbauen. Das hat meiner persönlichen Entwicklung viel gebracht. Ich bin offener geworden, sowohl Menschen als auch Kulturen und Meinungen gegenüber. Das lässt sich super ins Arbeitsleben übertragen, denn fast jedes Unternehmen ist international tätig. Jetzt habe ich viel Kontakt mit Kollegen aus Rotterdam und London, aus aller Welt.

Ich hätte mich auf keinem anderen Wege schneller entwickelt als im Ausland.

Hast du zum Ende des Studiums davon geträumt, in ein internationales Unternehmen zu kommen?

Ja. Ich hätte nicht in ein klassisch deutsches Unternehmen gehen können mit nur deutschen Kollegen. Das reizte mich nicht. Ich wollte in ein international tätiges Unternehmen gehen, um die Chance zu haben, auch weiterhin ins Ausland gehen zu können.

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Jan-Eric Syring und sein Kollege Jörg Westhues besprechen die nächsten Produktinnovationen.

Wie bist du schließlich nach Hamburg gekommen?

Das Headquarter von Unilever für die Schweiz, Österreich und Deutschland ist hier in Hamburg. Während eines Praktikums bei Unilever in Rotterdam wurde mir klar, dass ich in dem Unternehmen bleiben möchte und habe mich hier beworben, auf das Traineeprogramm für zukünftige Management-Stellen. Außerdem wollte ich den lokalen deutschen Markt kennenlernen.

Wie genau läuft das Trainee-Programm ab?

Das Programm bereitet dich zweieinhalb Jahre auf eine Management-Stelle vor, daher siehst du viele Bereiche. Ich habe vier Monate im Außendienst gearbeitet, für Eiscreme, also Kunden besucht und versucht, das Produkt an den Mann zu bringen. Von da aus bin ich ins Brandbuilding gegangen und habe lokales Marketing gemacht. Jetzt wechsele ich ins E-Commerce Team, das ist wieder etwas ganz Anderes und wieder mit Kundenkontakt. Ende dieses Jahres ist das Trainee-Programm dann vorbei.

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Gibt es im Rahmen des Programms persönliche Coachings?

Ja. Ganz viel ist Learning-on-the-Job, du wirst viel mitgenommen. Die Leute wollen dir wirklich etwas beibringen, jeder gibt sein Wissen gerne weiter. Dann gibt es natürlich Marketing- und Führungskräfte-Trainings, wo alle Trainees aus Europa zusammenkommen.

War es schwer, einen Platz in dem Trainee-Programm zu ergattern?

Es ist relativ stark nachgefragt. Unilever ist ein sehr bekanntes Unternehmen, es ist eines der größten Markenunternehmen der Welt! Ich habe es geschafft und habe mich super gefreut.

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Du hast mit vielen verschiedenen Marken gearbeitet. Von Rama Cremefine über Eiscreme bis jetzt zu Dove. Wie wichtig ist es in deinem Job, dass man einen Bezug zu den Marken hat? Ist es überhaupt wichtig? Oder geht es gar nicht so um die Produkte, sondern eher um übergeordnete Themen?

Es gibt übergeordnete Themen, aber es ist enorm wichtig, sich in die Marke einzubringen und einzudenken. Eine Food-Kategorie ist völlig anders als eine Personal-Care-Kategorie. Da hat der Kunde ein ganz anderes Bedürfnis, das jeweilige Produkt zu kaufen. Das zu verstehen, ist unglaublich wichtig, aber auch die Marke zu verstehen; unsere Marken stehen für etwas, wie die Marke Dove für Empowerment von Frauen beispielsweise. Sich da einzudenken ist wichtig, weil wir genau das bespielen müssen. Diese Werte müssen immer wieder aufgegriffen und bestärkt werden.

Hat man denn Zeit, sich in die Markenwelt einzufinden? Oder geht es gleich los, wenn man wechselt?

Das geht gleich los. Du hast vom ersten Tag an nach dem Wechsel deine Aufgaben, mit denen du dich zurecht finden musst. Es ist learning by going. Du lernst die Marke kennen, während du deinen Aufgaben nachgehst. Wenn man schon etwas länger im Unternehmen arbeitet, kennt man die Marken auch schon ein bisschen und weiß, wofür sie stehen.

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Jetzt bist du seit einem Jahr für das Brandbuilding bei Dove aber auch für Dove MEN+CARE zuständig. Kannst du uns erklären, was du machst?

Ich mache das Marketing Management für die Marken Dove und Dove MEN+CARE in den Ländern Deutschland, Österreich und Schweiz. Ich bin einerseits für die Kommunikation zuständig, also für alles, was der Konsument letztlich in der Werbung sieht, sei es in der TV-Werbung oder in Magazinen. Andererseits ist meine Aufgabe die strategische Ausrichtung dieser Marken. Welche Produkte machen Sinn auf dem Markt? Dafür bin ich auch mit unseren globalen Teams in London und Rotterdam regelmäßig im Austausch.

Du kommst morgens ins Büro und willst etwas abarbeiten, zack kommt etwas Neues rein.

Wie sieht dein Arbeitsalltag als Brand Manager aus?

Eigentlich ist kein Tag wie der andere, es gibt immer neue Herausforderungen. Du kommst morgens ins Büro und willst etwas abarbeiten, zack kommt etwas Neues rein. Du musst alles über den Haufen werfen und dich in neue Sachen eindenken. Das ist super spannend, du lernst immer dazu. Ich arbeite mit allen beteiligten Stakeholder zusammen, wie den globalen Teams, unserer Rechtsabteilung und der Abteilung für Forschung und Entwicklung. Zum Beispiel geht es um Fragestellungen wie “welche Produkten können wir in den deutschen Markt einführen?” oder “was dürfen wir auf unsere Produkte überhaupt draufschreiben?” Und natürlich bin ich auch in Kontakt mit unseren Kundenteams, um zu schauen, welche Interessen die Kunden haben. Die Kunden sind in dem Falle unsere Handelspartner, wie Rossmann, dm oder Rewe.

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Ich finde es toll, an etwas zu arbeiten, dessen Ergebnis du irgendwann siehst.

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Welchen Aspekt deiner Arbeit findest du persönlich am interessantesten?

Ich finde es toll, an etwas zu arbeiten, dessen Ergebnis du irgendwann siehst. Dass du nach einem halben Jahr das Produkt im Regal findest. Du bist ja total verbunden mit dem Produkt, weil du so viel Zeit reinsteckst. Nach all dem Effort zu sehen, dass es dem Konsumenten gefällt und gekauft wird, das ist eine schöne Belohnung. Dass wir obendrein mit unseren Marken positive Werte zu vermitteln, motiviert mich umso mehr.

Du bist für Produkte für Frauen und Männer zuständig. Gibt es da Unterschiede beispielsweise in der Herangehensweise?

Es ist schon ähnlich. Klar sprechen wir auf der einen Seite Frauen an und auf der anderen Männer, das ist ein großer Unterschied. Aber die Herangehensweise ist ähnlich, weil die Marken Dove und Dove MEN+CARE auch ähnlich sind in ihrer Art und Weise, wie sie Konsumenten ansprechen. Dieser Care-Aspekt ist sehr wichtig. Für sich selbst, aber auch für andere. Da legen wir sehr viel Wert drauf. Bei Dove für Frauen ist es relativ einfach, weil Frauen sich nun mal pflegen, das ist in der Gesellschaft etabliert. Bei Dove MEN+CARE ist es schwieriger, die Männerpflege steckt noch in den Kinderschuhen. Wir sind dabei, das aufzubauen. Wir wollen vermitteln, dass es gut ist, sich zu kümmern. Um sich selbst, aber auch um andere.

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Wir wollen vermitteln, dass es gut ist, sich zu kümmern. Um sich selbst, aber auch um andere.

Wie findet ihr heraus, was eure Konsumenten wollen, wie sie denken und was sie letztlich kaufen werden?

Wir machen lokale Marktforschung aber auch globale, daraus ziehen wir ganz viel Wissen. Dann beobachten wir natürlich den Markt: Was bringen Wettbewerber auf den Markt? Was wird in der Gesellschaft und in den sozialen Medien diskutiert? Ein interessantes Beispiel ist das Thema Rasur: Wir haben durch Marktforschung, unter anderem in sozialen Medien rausgefunden, dass nicht nur Frauen sich unter der Dusche rasieren, sondern auch Männer! Deswegen bringen wir einen Dove MEN+CARE Duschschaum heraus. Der sieht aus wie ein Rasierschaum, ist aber ein Duschgel, mit welchem man sich auch unter der Dusche rasieren kann.

In welchen Abständen passiert es, dass ihr neue Informationen erhaltet und daraus neue Produkte entwickelt?

Wir stehen im egelmäßigen Austausch und führen parallel immer wieder Studien durch, um unsere Konsumentinnen und Konsumenten noch besser zu verstehen. Wir bekommen quasi täglich neue Informationen und entwickelnd darauf basieren immer wieder neue Produkte.

Welche Themen sind im Bereich Männerpflege gerade aktuell?

Der Grooming-Aspekt, also Rasur, Bartpflege und Körper. Auch naturnahe Produkte sind sehr gefragt, also Produkte mit natürlichen oder von der Natur inspirierten Inhaltsstoffen wie Aktivkohle oder Kreide. Bei Frauen sind vor allem Duschschäume, aber auch naturnahe Produkte im Trend.

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Hast du ein persönliches Traumprojekt? Etwas, was du irgendwann gerne mal machen würdest?

Das steht tatsächlich in den nächsten sechs Monaten an. Ich gehe in den Bereich E-Commerce, also den Online-Handel. Da werde ich die Möglichkeit haben, das ganze Wissen, was ich mir über lokale und globale Märkte angeeignet habe, in den Online-Handel zu übertragen. Von unserer Welt in die digitale Welt.

Das Unternehmen gibt uns die Möglichkeit, uns weiter zu entwickeln.

Du bist seit über zwei Jahren bei Unilever und hast schon viele Bereiche durchlaufen. Ist das üblich in diesem Unternehmen oder eher ungewöhnlich?

Es ist schon üblich, dass man relativ viel wechselt. Man bleibt ungefähr anderthalb bis zwei Jahre auf einer Stelle. Entweder wechselt man dann die Kategorie, also zum Beispiel von Food zu Personal Care, oder die Position, wie zum Beispiel von Kundenbetreuung ins Marketing. Das ist Gang und Gebe: Das Unternehmen gibt uns die Möglichkeit, uns weiter zu entwickeln.

Und das nehmen die Mitarbeiter gerne an?

Das ist von Mitarbeiter zu Mitarbeiter natürlich ganz unterschiedlich. Ein Wechsel bringt aber immer eine ganz neue Perspektive mit sich – und das ist sowohl für die Marke als auch für die persönliche Weiterentwicklung super.

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Hast du schon eine Vorstellung davon, was du nach deinem Trainee-Programm machen möchtest? In welchen Bereich es gehen soll?

Das werde ich in den nächsten Monaten versuchen, herauszufinden. Ich habe Interesse an Markenmanagement, aber E-Commerce scheint auch super interessant zu sein … mal sehen! Es kommt natürlich auch darauf an, welche Stellen dann frei sind.

Welche Vorteile siehst du darin, in einem großen Konzern zu arbeiten?

Es gibt natürlich viele Strukturen – die muss ein globales Unternehmen wie Unilever aber auch haben. Manchmal stört es, weil Abläufe sich zum Beispiel verzögern. Um ein eigenes Projekt durchzubringen, musst du viele Instanzen abklopfen.

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Was machst du privat? Was ist dein Ausgleich?

Ich gehe viel ins Fitnessstudio und spiele ein bisschen Fußball. Das Studio ist bei uns im Haus, das ist sehr praktisch. Ansonsten mache ich gerne Wochenendtrips, um die Batterien wieder aufzuladen, ich habe mittlerweile viele Freunde im Ausland.

Vielen Dank für den spannenden Einblick, lieber Jan-Eric!

 

Fotos: Maria Gibert

Layout: Carolin Moscato

– Werbung: Diese Story ist in freundlicher Zusammenarbeit mit Dove MEN+CARE entstanden –

 

 

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